freier Volksstaat Württemberg

Württemberg

Württemberg um 1900

Entstehung der Republik freier Volksstaat Württemberg



Wirtemberg

Die „Burg Wirtemberg“ war eine Höhenburg und die Stammburg von Württemberg, nachdem die Vorfahren der Württemberger ihre erste Stammburg, die Burg Beutelsbach, auch Burg „Kappelberg“ genannt, vermutlich aufgegeben hatten. Die neue Burg wurde auf dem Rotenberg erbaut (411 m ü. M.), einem Ausläufer des Schurwaldes zwischen Cannstatt und Esslingen am Neckar, auf der Gemarkung des heutigen Stuttgarter Stadtteils Rotenberg. Im Zeitraum von 1080 bis 1819 gab es drei Burgen.s Namens.

 Der Name der Burg änderte sich im Laufe der Jahrhunderte mehrfach von „Wirdeberch“ über „Werdenberc“ und „Wirtinsberk“. Die Schreibweise „Württemberg“ wurde mit der Erhebung zum Königreich Württemberg durch Napoleon zur offiziellen Landesbezeichnung. Der Legende nach sollte damit auch der Verballhornung zu „Wirt am Berg“ entgegengewirkt werden.

Erst ab Mai 1803 wurde der Name „Württemberg“ für das gesamte Land erstmals amtlich benutzt. 1907 wird der Rotenberg durch König Wilhelm II. von Württemberg offiziell in „Württemberg“ umbenannt.

Eine Herleitung die aus der erschlossenen römisch-keltischen Bezeichnung „Wirodunum“ „(-dunum“ = „Festung“) hergeleitet werden könnte, die zunächst zu „Wirten“ verkürzt und später verdeutlichend um „-berg“ ergänzt wurde. Gestützt wird diese These durch eine Reihe weiterer, mutmaßlich keltischer Ortsbezeichnungen im Umkreis von Cannstatt.

Die Herkunft des Namens galt schon im Mittelalter als rätselhaft, und mehrere volksetymologische Erklärungen als „wird ein Berg“ oder „Wirt am Berg“ wurden anekdotisch untermauert. 

Bildnachweis:


Von Franz Xaver Odo Müller - eingescannt aus: Robert Uhland (Hrsgb.): 900 Jahre Haus Württemberg, 3. Aufl., Stuttgart, 1985, ISBN 3-17-008930-7, S. 52, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1991125


 


Von Eberhard Kieser - eingescannt aus: Harald Schukraft: Kleine Geschichte des Hauses Württemberg, Tübingen, 2006, ISBN 13-978-3-87407-5, S. 11, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2027028